Lieferketten-Cyberrisiken reduzieren: 4 konkrete Schritte für den Einstieg

Stellen Sie sich vor:
Ein einziger Lieferant wird gehackt – und plötzlich steht IHR Unternehmen still. Kein Szenario aus einem Thriller, sondern die neue Realität. 62 % aller Cyberangriffe nutzen heute Schwachstellen in der Lieferkette (Quelle: ENISA).
Die Täter sind organisierte Kriminelle oder staatliche Hackergruppen, die Ihr Vertrauen in Partner als Einfallstor missbrauchen.
Jedes 10. Unternehmen in Deutschland war bereits betroffen (TÜV Cybersecurity Studie 2025).
Beispiele wie SolarWinds (2020) oder Kaseya (2021) zeigen: Ein einziger Fehler bei einem Zulieferer kann globale Auswirkungen haben – mit Millardenschäden und Imageschäden, die Jahre nachwirken.
Was ist C-SCRM? Einfach erklärt:
C-SCRM steht für Cyber-Lieferketten-Risikomanagement. Es geht darum, nicht nur die eigene IT zu schützen, sondern auch die Sicherheitslücken bei Lieferanten, Dienstleistern und Partnern im Blick zu behalten. Denn: Ein Angriff auf einen Zulieferer kann Ihre gesamte Wertschöpfungskette lahmlegen.
Eine wichtige Frage ist deshalb:
👉 Wie sicher sind die Unternehmen, von denen SIE abhängig sind?
Warum das keine IT-Aufgabe ist, sondern Chefsache ist.
Cyberrisiken in der Lieferkette sind kein technisches Problem, sondern eine strategische Herausforderung. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern nicht nur ihre eigene Zukunft – sie stärken die Resilienz der gesamten Wirtschaft.
Die gute Nachricht: Mit einem risikobasierten Ansatz und klaren Prozessen lassen sich die größten Gefahren vermeiden. Der echte Mehrwert liegt in der langfristigen Sicherheit.
So starten Sie mit minimalem Aufwand:
Sie müssen nicht alles auf einmal angehen. Beginnt man mit kleinen, gezielten Maßnahmen, lässt sich das Risiko bereits deutlich reduzieren:
✅ Einfach starten: Prüfen Sie Ihre Lieferanten – wer hat eigentlich Zugang zu Ihren kritischen Daten? Ein erster Überblick schafft Klarheit.
✅ Priorisieren statt perfektionieren: Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Top 3–5 Lieferanten mit dem höchsten Risiko – oft sind es nur wenige, die den größten Hebel bieten.
✅ Verträge als Werkzeug nutzen: Kleine Anpassungen können viel bewirken – z. B. Meldepflichten bei Vorfällen oder das Recht auf Sicherheitsnachweise in neuen Verträgen verankern.
✅ Unterstützung nutzen, wenn nötig: C-SCRM klingt komplex, muss es aber nicht sein. Manchmal reicht ein kurzes Gespräch mit Experten, um die wichtigsten Stellschrauben zu identifizieren.





